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Columbus-Tag

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Am 12. Oktober 1492 hatte die Geschichte einen dieser Momente, der ihre Richtung für immer veränderte und auch die Geographie war nicht mehr dieselbe. An diesem Tag kam der Seemann Cristoforo Colombo (Christoph Kolumbus), der Spanien mit einer von den Königen von Kastilien und Aragonien finanzierten Flotte verlassen hatte, nach fast zweimonatiger Reise im heutigen Waitling (Bahamas) an.

Der unerschrockene Christoph Kolumbus, geboren 1451 in Genua und Kaufmann und Entdecker von klein auf, hatte im Laufe der Zeit die Idee entwickelt, dass Asien auf der anderen Seite des Atlantiks liegt und mit einer leichteren Route erreicht werden kann als bisher. Erinnerst du dich zum Beispiel an Marco Polos Erkundungen in Richtung China?

Die erste Reise nach Amerika war beschwerlich. Die Besatzungen von la Nina, la Pinta und Santa Maria, den drei spanischen Schiffen auf dem Weg ins Unbekannte, hatten mit vielen Problemen zu kämpfen. Darunter gebrochene Ruder, Schäden an den Rümpfen und unzählige Tage auf See. Glücklicherweiße sichtete um 2 Uhr nachts des berühmten 12. Oktober ein Seemann der “La Pinta”-Besatzung, Rodrigo de Triana, die Küsten der späteren Karibik. Ein wunderschönes, wildes Gebiet, reich an Wäldern und unbekannten Tieren, bewohnt von Völkern, die scheinbar noch nie mit der europäischen Zivilisation in Berührung gekommen waren. Allerdings schien es, dass einige Jahrhunderte zuvor bereits ein anderer, sehr geschickter Seefahrer an den Küsten Nordamerikas gelandet war: es war der Wikinger Leif Eriksson, Sohn von Erik dem Roten, der von Grönland aus segelte. Trotz der überaus wenigen Spuren, die dieser Hafen den Historikern hinterlassen hat, geht man davon aus, dass sich die Begegnung mit den Einheimischen schwierig gestaltete und dies die Wikinger bald veranlasste, nach Hause zurückzukehren.

Kurios: Christoph Kolumbus blieb ein Leben lang davon überzeugt, in Asien und nicht auf einem ganz neuen Kontinent gelandet zu sein. Und das ungeachtet seiner nachfolgenden Reisen bei denen er die Länder südlich der Karibik entdeckte. Stattdessen war es Giovanni Caboto (ja, die Italiener sind große Entdecker!), der 1497 den Flotten seiner Majestät Heinrich VII. von England den Weg zeigte und auf der Insel Cape Breton landete. Von dort aus entdeckte er Terranova und setzte die von Christoph Kolumbus initiierte Kolonisierungsarbeit fort. Dank der Erkundungen dieses Navigators bekamen die europäischen Geographen erste Hinweise auf die wahren Dimensionen des amerikanischen Kontinents und begannen mit der Suche nach Passagen in den Nordwesten und nach Fernost. Eine weitere Kuriosität: hast du dich jemals gefragt, warum die Einwohner Nordamerikas Amerikaner heißen und nicht, zum Beispiel … Colombiner ? Es stimmt zwar, dass Kolumbus den Kontinent entdeckt hat, allerdings war Amerigo Vespucci der Erste, der behauptete, er sei auf einem neuen Kontinent und nicht auf den indischen Inseln gelandet. In einem Atlas des späten 15. Jahrhunderts, der in einer Stadt im Elsass aufbewahrt wurde, wird dieses Gebiet deshalb zum ersten Mal mit dem Namen Amerika definiert.

Mitte des 19. Jahrhunderts beschlossen die italienischen Gemeinden in San Francisco und New York den italienisch-amerikanischen Stolz mit dem Columbus Day zu feiern. Dieser fand 1869 zum ersten Mal in San Francisco statt und wurde1937 zum Nationalfeiertag. Einer der Hauptplätze Manhattans (Columbus Circle) und die dort zu findende Statue sind ebenfalls Christopher Columbus gewidmet. Der Columbus Day wird jährlich am zweiten Montag im Oktober gefeiert und findet seinen Höhepunkt in der Columbus Day Parade, einer Parade von etwa 35 – 40.000 Menschen, die zusammen mit traditionellen Folkloregruppen, Schulmusikgruppen und Profimusikern, bebilderten Wägen und italienisch designten Dingen einen Festzug bilden. Die Parade hat auch eine große mediale Wirkung. Millionen von Zuschauern verfolgen diese perfekte Kombination aus italienischem und amerikanischem Stil vor Ort und im Live-TV.